METHODEN:
Anwendung der „Theorie der Löcher“
Die Theorie der „Löcher“ wurde von A. Hameed Almaas entwickelt
und ist für psychotherapeutische Arbeit von großer Bedeutung.
Ein „Loch“ entsteht bei Abspaltung einer bestimmten Qualität
unserer Essenz. Zum Beispiel können Liebe, Stärke, Freude, Kontaktfähigkeit,
Klarheit, Selbstwert, Mut, Vertrauen, Kreativität oder jede andere der
vielen Essenz-Qualitäten so verloren gehen. Durch Abspaltung hört
diese Qualität auf zu fließen und kann im Bewusstsein nicht mehr
wahrgenommen werden.
Das Ergebnis dieser Abspaltung ist das Gefühl von Mangel, Verlust und
vager Unfähigkeit. Geht man diesem Mangelgefühl auf den Grund, erlebt
man das „Loch“ mit dem oberflächlichen Gefühl, verkehrt
oder minderwertig zu sein, und mit dem tieferen Gefühl, innerlich ausgehöhlt
und leer zu sein.
Wir haben einen starken Drang, ein „Loch“ mit etwas von außen
zu füllen. Deswegen weisen unerfüllte Wünsche, Bedürftigkeit
oder Suchtverhalten auf die Anwesenheit von „Löchern“ hin.
Viele Paare erschaffen eine Bindung dadurch, dass sie sich gegenseitig mehr
oder weniger erfolgreich die „Löcher“ (er)füllen. Bei
einer Trennung erlebt man jedoch seine eigenen „Löcher“ oft
umso schmerzvoller. Dort, wo der Partner ein „Loch“ gefüllt
hatte, fühlt es sich so an, als ob man ein Stück von sich selbst
verloren hätte.
In der Psyche wird das „Loch“ gewöhnlich von Gefühlen
und Erinnerungen an die Konflikte, Ängste und Verletzungen umgeben, die
ursprünglich zu dem Verlust geführt haben. Wir vermeiden diese tiefen
Verlustgefühle und noch mehr die darunter liegende Leere, weil wir eine
unbewusste Angst haben, von dem „Loch“ verschluckt zu werden oder
uns darin aufzulösen. Deswegen tun wir alles Mögliche, um die Erfahrung
eines „Lochs“ zu vermeiden. Dabei zeigt die Arbeit mit den „Löchern“
immer wieder, dass die eigentliche Erfahrung des Loches nicht schmerzhaft
ist!
Wenn wir aufhören zu kämpfen und uns die Wahrheit des Verlustes
in OKness und Offenheit fühlen lassen, dann erleben wir in der physisch-energetischen
Realität des Körpers einfach nur eine Leere. Am Anfang ist es eine
defizitäre Leere, aber sie wird ganz bald zu einer weiten, friedlichen
Stille. Aus ihr manifestiert sich dann die abgespaltene Essenz-Qualität,
nach der man sich gesehnt hatte. Diese Essenz-Qualität füllt das
„Loch“ so perfekt aus, dass es sich auflöst. Nun können
wir diese Qualität wieder im Bewusstsein wahrnehmen. Damit ist die Abspaltung
aufgehoben, und die Qualität der Essenz beginnt wieder zu fließen
und breitet sich auch in die Persönlichkeitsstrukturen aus. Wer das einmal
erfahren hat und versteht, dass jedes Defizit („Loch“) eine Tür
zu einem Schatz ist, der wird gerne den Weg gehen, weitere „Löcher“
zu transformieren. Je öfter wir das tun, desto mehr Präsenz und
Charisma entwickeln wir.
Ich arbeite selbst seit 10 Jahren mit den Grundlagen der von Almaas entwickelten
"Diamond Work" und biete sie mittlerweile auch meinen Klienten an
.
Die Arbeit mit den „Löchern“ basiert auf einer feinen Dialogarbeit
entlang des „felt sense“ und der energetischen Körperwahrnehmung.
Dabei geht man mit viel Akzeptanz einen vertikalen Weg durch die verschiedenen
Bewusstseinsschichten, vom Problemzustand an der Oberfläche über
Widerstände, schmerzhafte Erinnerungen und Ängste bis hin zu dem
„Loch“ und der darin enthaltenen Qualität der Essenz.
Jede Schicht muss in Akzeptanz gesehen und im Bewusstsein der Körperenergie
in OKness gehalten werden, bevor man zu der nächsttieferen Schicht vordringen
kann. Schon der Weg dahin bringt das Sein verstärkt zum Fließen.
